Leitungsvorgänge in Flüssigkeiten

Laut dem allgemeinen Modell ist Leitung in Flüssigkeiten nur möglich, wenn frei bewegliche Ladungsträger vorhanden sind. Diese Bedingung ist nur in Lösungen erfüllt. Destilliertes Wasser ist deshalb ein Isolator. Nur wenn wanderungsfähige Ionen vorhanden sind, kann ein Strom fließen. Dies ist in Säuren, Basen und Salz-Lösungen der Fall. Eine solche Flüssigkeit wird als Elektrolyt bezeichnet.

Wird nun eine Spannung angelegt, beginnen die Anionen ( negativ geladen, z. B. SO42- ) sich zur Kathode ( positiv ) zu bewegen. Umgekehrt wandern die Kationen ( z.B. Cu2+ ) zur negativen Anode. Dort angekommen, nehmen sie so viele Elektronen auf, wie sie benötigen, um elektrisch neutral zu werden ( Anionen geben Elektronen ab ). Sie werden damit wieder zu Atomen. Feststoffe lagern sich an den Elektroden an, Gase entweichen in die Luft. Damit es permanenten Nachschub an Ionen gibt, benutzt man z.B. Kupfer-Katoden.

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